Wilmersburger – Die vegane Käse-Alternative. Wenn Veganer Käse suchen, ist Wilmersburger die Lösung, da Käse nicht vegan ist :)
vegan 100% pflanzlich

Über uns

  • vegan
  • von Natur aus laktosefrei
  • palmölfrei
  • lt. Gesetz ohne Konservierungsstoffe

Wilmersburger wurde 2011 als erste vegane Käsealternative gegründet und war von Beginn an erfolgreich. Die Bestseller-Produkte sind die Wilmersburger Scheiben in verschiedenen Geschmacksrichtungen und der Wilmersburger Pizzaschmelz.

Gründerin Irina Itschert im Interview

Wie kam es zu der Gründung von Wilmersburger?

Bereits zu Schul- und Studiumszeiten ab dem Jahr 1994 habe ich mich mit der veganen Lebensweise und besonders mit veganen Produkten und dem veganen Business beschäftigt. Neben meinem Studium habe ich dann vegane Firmen und Restaurants beraten und vegane Seminare und Kochkurse gegeben. Auch für die Presse war ich Ansprechpartnerin, wir haben beispielsweise mit Spiegel TV gedreht und ich habe Hintergrundinformationen an Zeitungen und Zeitschriften gegeben.

Seit 2003 haben wir eine Rezepteplattform für vegane Rezepte betrieben, die 2008 als „Rezeptefuchs.de“ bekannt wurde. Recht schnell hatte sie monatlich einige hunderttausend Aufrufe und eine große Community. Ergänzend zu den veganen Rezepten haben wir noch eine große vegane Produktdatenbank aufgebaut. Unsere Kernzielgruppe war schon längst weit über die rein vegan lebenden Menschen hinaus gewachsen.

Neben den Dankes-Mails vieler Nutzer, vor allem zu der Back- und Bauanleitung für unser Lebkuchenhaus, haben wir immer wieder Anfragen bekommen, ob wir eine gute vegane Käsealternative kennen. Damals gab es allerdings noch keine Käsealternative auf dem Markt. Wir haben dann verschiedene Firmen angeschrieben und sie gefragt, ob sie so etwas auf den Markt bringen möchten. Ausnahmslos alle haben abgewimmelt und wollten so etwas nicht produzieren.

Schließlich haben wir beschlossen selbst eine vegane Käsealternative auf den Markt zu bringen. Jede Menge interessierte Kunden standen ja bereits Schlange. Als Lohnfertiger diente zunächst eine kleine Firma in Thessaloniki, Griechenland mit einer Produktion in Drama.

Wie ist es dann gestartet?

Der Anfang war eine Herausforderung, die wir jedoch prima gemeistert haben. Der griechische Lohnfertiger hatte zunächst überhaupt keine Ahnung, was „vegan“ überhaupt heißt. Im Laufe der Jahre haben einige Fortbildungen „Vegan-Seminare“ dort gegeben, über Inhaltsstoffe, Produkte und die Beweggründe für eine vegane Lebensweise und die Auswirkungen auf den Planeten. Schwerpunkt war mein Seminarkonzept „versteckte tierische Inhaltsstoffe in Lebensmitteln“, was ich auf den Bereich der Trägerstoffe und Aromen sowie Prozess-Schritte in der Produktion selbst übertragen habe. Damals gab es beispielsweise Lebkuchen wo der Trägerstoff vom Zimtaroma aus (nicht deklarierter) Gelatine bestand. Ebenso werden manche Säfte mit Hilfe von (nicht deklarierter) Gelatine geklärt. Anhand dieser Alltags-Beispiele haben wir die Produktion dann nach und nach angelernt und für das Thema „vegan“ sensibilisiert. Damals waren fast alle Käse-Aromen tierischer Herkunft, also aus Milch gewonnen. Eine Vegan-Kennzeichnung gab es noch nicht, d.h. es musste mühsam erarbeitet werden, welche Aromen denn vegan sind und welche nicht.

Da der Bereich neu war, gab es entsprechend auch keine Produktentwickler, die sich in dem Bereich auskannten und auch keine Lieferanten. Schlussendlich haben wir dann entsprechende Rezepturen entwickelt, die immer wieder optimiert wurden.

Der Lohnfertiger in Thessaloniki/Drama konnte auch nur einfache Blöcke herstellen. Diese wurden dann anschließend in Deutschland gerieben und später auch geschnitten.

So kamen dann auch die weltweit ersten veganen Käsescheiben auf den Markt.

Wie ging es weiter?

Wilmersburger war direkt sehr erfolgreich. Wir hatten genau die Produkte für unsere Zielgruppe entwickelt, die diese schon lange gesucht hat. Wilmersburger gab es in jedem Supermarkt und wir haben in über 20 Länder exportiert.

Warum glaubst Du wurde Wilmersburger direkt erfolgreich?

Wir haben uns darauf fokussiert leckere vegane Produkte zu produzieren, die eine echte Alternative zu Käse sind. Geschmack und Konsistenz mussten perfekt sein. Unsere Zielgruppe sind Menschen, die aus verschiedenen Gründen keinen Käse konsumieren wollen oder können. Entsprechend haben wir sehr viel positives Feedback bekommen. Da war dann die Mutter die schrieb, dass ihr Kind im Kindergarten genauso ein Käsebrot essen kann wie alle anderen Kinder auch und dass sie in der Familie sogar ganz auf Wilmersburger umgestiegen sind, weil er einfach leckerer ist. Oder jemand der beim Geschäftsessen in der Pizzeria einfach auch eine Pizza bestellen kann, die „ganz normal“ aussieht und schmeckt, ohne dass sich das Gespräch beim Essen wieder um das Thema „vegan“ dreht.

Unser Ansatz war es, eine Alternative zu Käse zu schaffen, die jedem schmeckt. Wir produzieren ausschließlich vegane Produkte, da wir von der veganen Lebensweise überzeugt sind. Unsere Produkte sind für alle Menschen geeignet und können Käse komplett überflüssig machen.

Warum kommen Eure Produkte besser an als die der Milchkonzerne die zwischenzeitlich auch versucht haben mit veganen Produkten auf den Markt zu kommen?

Wir machen Produkte um Käse komplett ersetzen zu können. Unsere veganen Käsealternativen sollen Geschmack und Eigenschaften so abbilden, dass der normale Verbraucher nichts vermisst. Die Milch- und Käsekonzerne leben vom Käse-Geschäft. Sie wollten nicht auf ihr Hauptstandbein Käse verzichten, was in Deutschland und in der EU auch noch hochsubventioniert wird. Sie wollen nur den einen Teil der Konsumenten nicht verlieren, der sich für eine vegane Lebensweise entschieden hat. Entsprechend haben diese immer wieder versucht etwas speziell für Veganer zu machen, nicht aber auch für die Menschen, die noch Käse essen. So etwas funktioniert selten.

Wilmersburger wurde so entwickelt, dass die Produkte allen schmecken.

Wie ist es weitergegangen?

Wir waren sehr erfolgreich und es waren turbulente Jahre. Es sind Nachahmer auf den Markt gekommen und wieder verschwunden. Aber auch unsere Lohnfertiger haben verrückt gespielt. Wir hatten Exklusiv-Verträge für unsere entwickelten veganen Produkte und Rezepturen. Die Lohnfertiger wollten aber dann mit unseren Rezepturen unter eigenen Marken auf den Markt. Zwischendurch haben wir neue Lohnfertiger mit unseren Rezepturen angelernt. Die größte Herausforderung einmal war, das ein Lohnfertiger uns mitteilte, dass er ab sofort nicht mehr für uns produziert. Da wir direkt von dort aus unsere Ware an die Kunden verschickt haben, hatte der Lohnfertiger entsprechend alle Kundendaten von uns. Sein Plan war es, diese Kunden dann alle direkt zu beliefern, da wir ja ohne ihn nicht mehr lieferfähig waren. Wir haben es dann geschafft innerhalb weniger Wochen die komplette Lieferkette umzustellen. Da die Zeit allerdings nicht mehr für bedruckte Oberfolien gereicht hat, haben wir Etiketten auf die Packungen geklebt. Da diese anders aussahen, haben wir die ganze Aktion als „Special Edition zum Geburtstag mit Spendenaktion“ angepriesen. Das kam bei den Kunden sehr gut an und es war insgesamt eine sehr erfolgreiche Aktion.

Ein zweiter kurioser Fall war, dass wir eines Tages Besuch bekommen haben von einem großen Stärkelieferanten. Er stand dann mit folgenden Worten vor unserer Tür „Sie sind mit großem Abstand Marktführer für vegane Käsealternativen und wir sind einer der größten Stärkelieferanten. Ich denke wir sollten uns kennenlernen.“ Wir haben ihn hereingebeten, sogar noch Pizza bestellt bis er dann irgendwann zu uns meinte, dass er noch nie so freundlich behandelt wurde in einer Firma und er in Wirklichkeit von einem großen Milchkonzern zu uns geschickt wurde um zu prüfen welche genauen Stärken wir verwenden, da der Konzern bereits seit Jahren versucht unsere Produkte nachzubauen, aber nicht weiterkommt. Das war schon eine sehr kuriose Situation!

Was habt ihr daraus gelernt?

Wir kamen ja ursprünglich aus der Software-Branche und waren solche Gepflogenheiten nicht gewohnt. Wir haben immer das Beste aus jeder Situation gemacht und immer eine gute Lösung gefunden. Für alle zukünftigen Rezepturen war es dann so, dass wir diese aufgeteilt haben. Es gab also einen Lohnfertiger, der eine Art Vormischung produziert hat, und dann einen Herstellungsbetrieb. So hatte niemand außer uns die komplette Rezeptur und Lieferantendaten. Entsprechend hat kein Hersteller mehr neue Rezepturen von uns bekommen. Das Prinzip hat sich bewährt. Die einzigen verbliebenen Mitbewerber auf dem Markt sind faktisch frühere Lohnfertiger von uns mit unseren uralten Rezepturen.

Wie ist der aktuelle Stand?

Seit 2015 haben wir für eine Produktkategorie mit einem Lohnfertiger zusammengearbeitet den wir persönlich schon recht lange kennen, der vorher allerdings nicht die entsprechenden Maschinen hatte um für uns produzieren zu können. Die Zusammenarbeit hat sehr gut geklappt und wir hatten geplant, ab 2021 alle Produkte dort zur produzieren. Leider wurde der Inhaber dann von einem schweren gesundheitlichen Schicksalsschlag getroffen. Damit lagen die Pläne auch erstmal auf Eis.

Später wurde dann von Seiten der Partnerfirma beschlossen das Werk in dem wir ja noch eine Sorte produziert haben kurzfristig zu schließen. Da das Werk perfekt für die Produktion von veganen Käsealternativen geeignet ist und wir schon seit fast 10 Jahren dort eine Produktkategorie produzierten, haben wir uns dazu entschlossen das Werk zu übernehmen. Ausschlaggebend waren dann letztlich das perfekt eingespielte Team und die hervorragende Qualität. Zu der Qualität muss man noch sagen, dass wir bei keinem anderen Lohnfertiger ein so langes Mindesthaltbarkeitsdatum auf die Produkte geben konnten wie bei Produkten aus diesem Werk.

Wir hatten dann Kontakt zu Banken aufgenommen und dort auch grünes Licht bekommen. Da es aber mitten in der Urlaubszeit war und wir nur wenige Wochen Zeit hatten, haben wir die Produktion mit Grundstück und Maschinen aus dem Cash ohne Finanzierung gekauft.

Wir haben dann beschlossen uns zu einem späteren Zeitpunkt einen Investor und Partner zu suchen. Der Zeitpunkt ist jetzt gekommen.

Was ist seit dem Kauf der Produktion passiert?

Wir haben die Produktion so optimiert, dass nun alle veganen Käsealternativen in einem Werk produziert werden können ohne externe Lohnfertiger. Wir haben Maschinen dazugekauft, neue Software-Systeme eingerichtet, eine zuverlässige Datensicherung eingeführt und einen Glasfaser-Anschluss legen lassen. Viele Prozesse wurden optimiert, die Produktion hat seit 2025 eine IFS-Zertifizierung auf höchstem Niveau und ist auch Bio-Zertifiziert. Die Produktion arbeitet sehr effizient und kann große Mengen vegane Käse-Alternativen in sehr hoher Qualität zu marktüblichen Preisen herstellen.

Wir hatten in den vergangenen Jahren ein externes Kühllager bei einer Spedition. Ende 2025 bis Anfang 2026 wurde das externe Lager inkl. Software und Verwaltung ebenfalls in die Produktion integriert. Alles befindet sich nun an einem Standort.

Was sind die nächsten Schritte?

Die Produktion ist nun fertig eingerichtet und funktioniert. In den vergangenen Jahren haben wir uns auf Großverbraucherprodukte und Industrieware fokussiert. Nun können wir wieder ganz durchstarten. Wir als Marke Wilmersburger erhalten fast täglich Emails von Verbrauchern, die unsere Produkte im Supermarkt vermissen. Im vergangenen Jahr hatten wir auf einer Messe etwa 1000 Päckchen dabei um die neuen Rezepturen bei den Verbrauchern zu verköstigen und zu testen. Die Päckchen wurden uns förmlich aus den Händen gerissen und waren bereits am ersten Tag nach wenigen Stunden ausverkauft. Die restliche Messe haben wir dann nur noch verköstigt.

Daher suchen wir einen Partner der Lust hat in den Zukunftsmarkt „Vegan“ einzusteigen und diesen weiter aufzubauen.

Was bekommt der Käufer konkret?

Eine große Vegan-Produktion mit Maschinenpark auf einem etwa 14.000 qm Grundstück mit jeder Menge Expansionsmöglichkeiten. Dazu das gesamte Know-How zur Herstellung von veganen Käse-Alternativen für den Massenmarkt inkl. Bestseller-Rezepturen und auch innovative Zukunfts-Rezepturen (z. B. Protein), die bisher noch nicht auf dem Markt sind. Die Produktion ist auf höchstem Niveau IFS-zertifiziert, Bio-Zertifiziert und hat eine Hygiene die ein langes MHD möglich macht. Dazu gibt es die Marke Wilmersburger, die insbesondere bei Verbrauchern einen guten Ruf genießt.

Ein weiterer Vorteil ist, dass zum einen sehr große Mengen produziert werden können, die Produktion jedoch auch bereits ab kleineren Mengen profitabel ist.

Wir als Gründer von Wilmersburger stehen natürlich auch weiterhin mit vollem Einsatz zur Verfügung.

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